2010 wird für Microsoft im Zeichen von Business Intelligence stehen

BI-Lösungen gibt es schon lange. Doch bislang war die Integration von BI komplex und aufwändig.

2010 bringt Microsoft zahlreiche Technologien und Produkte auf den Markt, die BI-Lösungen auch für mittelgroße und kleine Unternehmen interessant werden lassen.

2010 könnte also das Jahr für Firmen sein, bei der einen Investition in neue Technologien eine rasche Amortisierung durch die kostensenkenden Effekte einer Business Intelligence ermöglichen.

Deshalb sollte der kostenbewusste CIO eine Migration seiner Infrastruktur beginnend ab spätestens ab den zweiten Halbjahr 2010 in Erwägung ziehen.

Sharepoint 2010
SPS 2010 setzt stark auf BI. Ein wesentliches Highlight dabei ist die Integration der Performance Point Services, die vorher als Performance Point Server ein eigenes Produkt waren.

Nicht zu unterschätzen sind die neuen Features zum Social Networking und der verbesserten Oberfläche. Eine solide Datenbasis ist nach wie vor die Grundlage einer ordentlichen BI-Lösung.

Office 2010
Zahlreiche Daten, die in irgendwelchen OLAP Cubes aufbereitet werden müssen, um sie nachher zu veranschaulichen, sind oft nicht in SQL Server Datenbanken zu finden, sondern in Excelfiles am Sharepoint.

In Office 2010 sind zahlreiche Features dabei, wie man die Daten effizient aufbereiten und zur Verfügung stellen kann.

Eine Möglichkeit davon ist Power-Pivot, wo man eine große Menge an Daten in Excel aufbereiten kann, für die man sonst Cubes verwendet.

MS SQL Server 2008 R2
Mit SQL Server 2008 R2 liefert Microsoft im ersten Halbjahr 2010 ein Produkt, das vor allem auf BI Lösungen abzielt.

Besonders interessant dabei ist, dass es eine eigene “Parallel Data Warehouse Edition“ gibt, die speziell darauf ausgelegt ist, hunderte von Terabytes Daten in Clustern für BI-Lösungen aufzubereiten.

Visual Studio 2010
Visual Studio 2010 ist nicht nur ein Riesenmeilenstein in der Entwicklungsplattform. Mit Visual Studio 2010 kommen auch zahlreiche neue Möglichkeiten, Sharepoint zu programmieren. Auch die gesamte COM-Interop wurde verbessert, sodass der Zugriff auf Legacy-Systeme einfacher wird und Altdatenbestände, die bislang nur schwer zu erreichen waren, nun besser ausgelesen werden können.

Und sollten Sie den Team Foundation Server verwenden, dieser setzt einen neuen Fokus auf ein noch genaueres Reporting und feinere Datenaggregation. Alternativ – sollte kein TFS verwendet werden – gibt es auch einen neuen Project Server.

So mancher CIO mag jetzt vielleicht sarkastisch sagen: „Ja, ja! Und Ende 2009 ist dann auch noch Windows Server 2008 R2 und Exchange 2010 unter dem Schlagwort „The New Efficiency“ herausgekommen. Vielleicht sollen wir da gleich alles neu machen? So eine Rundumerneuerung kostet ja nichts.“

Ohne Investition in die eigenen Strukturen verhungert jedes Unternehmen. Business Intelligence rechtfertigt Ausgaben in neue Software immerhin dadurch, die wesentliche Entscheidungsgrundlage zu liefern, welche Kosten reduziert oder eliminiert werden können. Die neue Microsoft-Palette wird ja erst im Laufe des Jahres 2010 ausgerollt. Vielleicht ist es da für jeden CIO sinnvoll, im ersten halbe Jahr das Potential zu evaluieren, um dann über eine Komplettmigration im zweiten Halbjahr zu entscheiden.

Die Frage, die sich viele CIOs jetzt vielleicht stellen ist, ob sie nicht doch auch warten können. Immerhin laufen die Systeme auf einem MOSS 2007, auf einem SQL Server 2005 und Office 2003 stabil. Vielleicht ist ja 2011 wieder ein Jahr mit vielen Neuerungen und 2011 oder 2012 das Jahr der “großen Migration”?

Mit einer Migration auf die neuen Microsoft-Systeme kann man eine bestehende IT-Infrastruktur-Strategie erfolgreich abschließen. Denn wir stehen wieder einmal vor einem kompletten Umdenken, einem Paradigmenwechsel wie IT-Systeme aufgebaut werden. Das neue Jahrzehnt wird sicher die Epoche der Cloud sein. Ab 2011 werden Sie in Blogs und Zeitschriften vermutlich weniger über neue Server Editionen, sondern über neue Services und Cloud Offerings lesen. Firmen, wie Microsoft versuchen Ihnen dann auch keine Lizenzen mehr zu verkaufen, sondern Serviceverträge. Bis es allerdings so weit ist, wird noch einiges an Zeit vergehen. Auch werden die Karten neu gemischt, was Cloud-Lösungen betrifft. Neben Microsoft bieten auch Google, Amazon, Salesforce und andere Cloudlösungen an.

Fazit: Wenn Sie jetzt auf die neuen Microsoft Produkte, die im ersten Halbjahr 2010 erscheinen werden, migrieren, können Sie einen Schwerpunkt auf BI setzen. Eine effiziente BI-Lösung schärft den Blick aufs eigene Unternehmen. Die eigentlichen Kosten werden offensichtlich. Bereiche, die bereits Gewinne abwerfen, werden vielleicht nachher noch mehr Gewinne abwerfen. Verlustzonen werden eliminiert. Mit der neuen Produktpalette sind Sie dann auch auf der sicheren Seite, dass nicht alles gleich veraltet ist. Bis Sie diese Infrastruktur durch eine Cloud eintauschen, werden vermutlich noch viele Jahre vergehen.

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